Ultras Dynamo

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  • Ultras Dynamo
    Als wichtigste und heute bekannteste Gruppierung wurden die „Ultras Dynamo" im Dezember 2000 gegründet. Vom Zeitpunkt her recht spät, aber es gab bereits vorher Tendenzen, womit dies nicht der Grundstein für die Ultramanie in Dresden war. Diese setzte, gefördert durch die Gruppen "Commando Elbhorde" und „Eastside
    Dresden", bereits Ende der 90er Jahre ein. Am Anfang beschränkten sich diese Gruppen nur auf das typische Zünden von Pyro, später kamen dann einige Doppelhalter dazu und es wurde auch eine grün-weisse Zettel-Choreo gegen den BFC durchgeführt, welche zur damaligen Zeit als gelungen betrachtet werden konnte.


    Später versuchten Gruppen wie „Yellow Madness" und „Dynamo Geschwader" die Ultramanie in Dresden voranzutreiben, aber man sah schnell ein, dass es eine große Gruppe geben muss, in der alle ultraorientierten Gruppen und Einzelpersonen zusammengefasst sind. Das war die Geburtsstunde der Ultras Dynamo. Zu Beginn entwickelte sich eigentlich alles, wie bei vielen anderen auch. Man stellte sich in den unteren Teil des Fanblocks, probierte sich im Nachsingen von italienischen Liedern, zündete Rauchpulver, Bengalos und wirkte eher wie ein Fremdkörper im Stadion. Allerdings verzeichnete man schnell Zulauf, da Dynamospiele eben immer wieder ein Erlebnis und Anziehungspunkt für Jugendliche sind und durch die relativ nahen Zugfahrten in der Oberliga wuchs zudem der Zusammenhalt enorm.
    Mittlerweile probierte man sich auch an Choreographien aus und animierte gezielt den ganzen Fanblock mit Gesängen. In der Aufstiegssaison 01/02 lief alles wie am Schnürchen. Der Support stimmte, die Choreographien wurden besser und durch den sportlichen Erfolg hatte man immer die erforderliche Masse an Leuten da. Auswärts zog der ganze Block mit und zum Aufstiegsspiel gegen Hertha (A) 01/02 hatten wir erstmalig eine Choreo über die gesamte Stehplatzkurve durchgeführt. Ab diesem Spiel schafften wir es zudem das halbe Stadion in den Support einzubeziehen, auch wenn es am Anfang nur Klatschrythmen und einfache Lieder waren/sind. Die nächsten guten Aktionen haben wir in der Saison 02/03 realisiert. Gegen Chemnitz und den DSC hüllten wir wiederum die gesamte Stehplatzkurve in schwarz-gelb.


    Mittlerweile haben die Ultras in der Fanszene auch bei den alteingesessenen Fans ein relativ hohen Stand und sind akzeptiert. Teilweise verschwimmen auch die Übergänge zu anderen Gruppierungen.
    Kritik gibt es in letzter Zeit aber öfter von Internetschreiberlingen und auch neuerlichen Erfolgsfans, die uns gerne für Randale der letzten Zeit alleinverantwortlich machen wollen und auch den kleinsten Ärger mit Polizei oder sonst wem an uns fest machen und uns vereinsschädigendes Verhalten vorwerfen und letztendlich eine "saubere" Fankultur wollen. Sicher sind wir nicht alle gerade die Unschuldslämmer, jedoch lassen wir uns nicht pauschalisieren.


    Das Durchschnittsalter der Gruppe ist auf 18 zu beziffern, wobei die "Heads" zwischen 18 und 27 sind. Die Mitgliederzahl der beträgt im Moment um die 100 Leute und man besitzt ein Umfeld von weiteren 100 Leuten, was bei attraktiven Spielen noch enorm ansteigt.Sektionen im Sinne von mehreren aktiven Leuten in anderen Städten gibt es eigentlich (oder noch) nicht, da fast alle Mitglieder aus Dresden oder Umgebung kommen. Unsere Art von Sektionen sind die Young Boys Dynamo, die Dynamo-Genossen und Ostalgie.


    Befreundet sind wir nach wie vor mit dem Red Kaos Zwickau. Bei fast jedem Spiel von Dynamo oder Zwickau ist eine Abordnung des anderen Vereins zugegen. Des weiteren konnten die Kontakte nach Polen zu den Fans von GKS Katowice ausgebaut werden, durch häufige Spielbesuche kann man mittlerweile bereits von einer Freundschaft sprechen. Erwähnenswert sind ebenfalls die sehr guten Kontakte zu den Fans von Wismut Gera, die uns auch öfter zu Auswärtsspielen begleiten. Leider sieht es mit Besuchen in Gera eher mau aus. Wismut spielt in der Bezirksliga und hat im Moment große Probleme mit dem Thüringischen Landesverband der kürzlich den Verein mit einer Strafe von 2 Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit belegte.


    Auch ist mittlerweile ein "Generationswechsel" eingetreten, was heisst, dass ältere sich nicht mehr so stark einbringen. Gerade bei bestimmten Vorbereitungen zeigt es sich, daß die "Alten" nicht mehr den Elan haben zuzupacken und es momentan schon fast an Nachwuchs mangelt und die Sache ein wenig stagniert. Deshalb wird unsere Gruppe einem ständigen Wechsel an engagierten Leuten unterliegen, da wir erkannt haben, daß gerade Jugendliche den größten Elan und Kraft für aufwendige Aktionen und Vorbereitungen haben.


    aus dem Dynamo Magazin Nr.2 , Text by ULTRAX

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