Ziegenbalg, Wolf-Rüdiger

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  • Ziegenbalg, Wolf-Rüdiger
    Wolf-Rüdiger Ziegenbalg


    Wolf-Rüdiger Ziegenbalg wurde am 01.06.1990 zum ersten Präsidenten des als Rechtsnachfolger der SG Dynamo Dresden gegründeten 1. FC Dynamo Dresden e.V. gewählt. Er geht auch als dessen Mitglied Nr. 1 in die Geschichte ein. Am 31. Dezember 1992 tritt er zurück und wird im Januar 1993 unter turbulenten wie dubiosen Umständen von Rolf-Jürgen Otto „beerbt“. Bekannt wurde er vielen Dynamofans auch durch seine tatkräftige Mitwirkung an den legendären Stadion-Shows vor Europacupspielen an der Seite von Hans-Joachim Wolfram, Gunther Emmerlich, Wolfgang Stumph und anderen DDR-Prominenten in den 80er Jahren.


    Die Präsidentschaft von Wolf-Rüdiger Ziegenbalg wurde geprägt durch die Wirren der Nachwendejahre. Der Verein verkaufte bzw. verlor in dieser Zeit seine besten Spieler, die wirtschaftliche Situation verschlechterte sich rapide. Der „Not-Verkauf“ der Vermarktungsrechte des Vereins an die Fa. SORAD änderte daran nichts.


    Oft wurden ihm in der Vergangenheit persönliche Verfehlungen in der Zeit seiner Präsidentschaft unterstellt. Dazu eine Erklärung des Dynamo-Aufsichtsrates aus dem Jahre 2002:


    10.05.2002 | 16:45 Offizielle Erklärung des Aufsichtsrates *


    Der Aufsichtsrat des 1. FC Dynamo Dresden e.V. hat sich auf mehrfachen Wunsch verschiedener Mitglieder mit dem Verhältniss des Vereins zu Herrn Wolf-Rüdiger Ziegenbalg beschäftigt, dabei zahlreiche Dokumente eingesehen und ist übereinstimmend zu folgenden Aussagen gelangt:


    Der Ehrenrat des Vereins hat wiederholt auf Antrag die Vorgänge während der Tätigkeit des Herrn Ziegenbalg geprüft. Gegen Herrn Ziegenbalg persönlich liegen dem Verein keine Hinweise auf Veruntreuung oder andere strafrechtlich relevante Verfehlungen vor, weder während seiner Amtszeit als Vereinspräsident, noch zu einem späteren Zeitpunkt. Gegen ihn angestrengte Rechtsverfahren wurden ausnahmslos abgewiesen bzw. eingesellt.


    Die damalige, von den Mitgliedern beschlossene Satzung gestattete es, dass jedes Präsidiumsmitglied für sich allein rechtsgültig den Verein vertreten konnten. Sämtliche damaligen Fehler einzig dem Präsidenten anzulasten ist weder in der Sache richtig noch der Person gegenüber fair. Vereinsgründungsmitglied Wolf-Rüdiger Ziegenbalg stellt sich als einziger dieser Ära eindeutig der Vergangenheit und ist jederzeit bereit, aus seinen Erfahrungen schöpfen zu lassen. Die Verpflichtung der Spieler Groß und Milde ohne wesentliche Kosten für den Verein einschließlich der Absicherung von Nebenkosten kam nur durch seine Vermittlung und Initiative zustande.


    Der Rechtsstreit unseres Vereins gegen das ehemalige Otto-Präsidium und die Klage Hoff gegen Dynamo Dresden konnten nur durch die Zurverfügungstellung von persönlichen Unterlagen von Herrn Ziegenbalg zu einem positiven Abschluss für den Verein geführt werden. Ebenfalls positiv zu Buch schlug sein persönliches Engagement bei den erfolgreichen Verhandlungen zur Aufrechterhaltung von Schulden bei der Stadt Dresden und Eigenleistungen des Vereins bei der Herstellung der Bundesligatauglichkeit des Stadions, die nach dem Zwangsabstieg 1995 stattfanden. Die Lösung dieser beiden Probleme zu Gunsten unseres Vereins war für den Fortbestand des Vereins von sehr großer Wichtigkeit.


    Der Aufsichtsrat des 1. FC Dynamo Dresden e.V. bedankt sich bei Herrn Wolf-Rüdiger Ziegenbalg für die Zuarbeiten in der jüngsten Vergangenheit, wenngleich nach unserer Ansicht nicht alle Vorschläge in die Tat umgesetzt werden konnten.


    Für den Aufsichtsrat
    Helmut Michael


    * Veröffentlicht auf der Offz. Vereinshomepage unter „News - Mai 2002“

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